Die Sächsische Landesbibliothek und Pablo Blanes

MetaPhotorsis, Metamorphosen zwischen Photographie, Kunst und Technik: Warum ist die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek genau der richtige Ort für solch eine Ausstellung? Mit dem folgenden Dankesschreiben an Herrn Prof. Dr. Bürger möchten wir uns nochmals bei der SLUB als Gastgeber bedanken.

 

Die Sächsische Landesbibliothek und Pablo Blanes

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Bürger,

im Rahmen des kulturwissenschaftlichen Seminars „Kultur und Technik“ des Institutes für Romanistik an der Technischen Universität Dresden arbeiten sieben Stundentinnen zusammen mit dem spanischen Fotoartisten Pablo Blanes an der Realisierung eines Ausstellungsprojektes zu seinen Werken.

Dieser Künstler steht schon seit vielen Jahren in freundschaftlicher Beziehung zu dem romanistischen Institut und organisierte schon mehrfach zusammen mit diesem Fachbereich der TU Ausstellungen in Dresden.

Pablo Banes wurde für unser Projekt ausgewählt, da er beispielhaft für die Verknüpfung von Kultur und Technik steht, weil er modernste Fotografietechniken und -apparate benutzt, um Kunst darzustellen.

Die Werke dieses aus Málaga stammenden Fotografen zeichnen sich vor allem durch das Zusammenfügen unterschiedlicher Objekte zur Erschließung eines neuen Gesamtkomplexes aus. Dabei entstehen sehr packende und eindrucksvolle Fotomontagen, welche eine andere Sichtweise auf spezielle Themen eröffnen.

Unter dem Titel „MetaPhotorsis“ (von Metamorphose abgeleitet) werden 60 Bilder vom 1.7.2013 bis zum 20.7.2013 in der Sächsischen Landesbibliothek ausgestellt. Der Inhalt der Fotos ist nicht einheitlich. Oft greift Herr Blanes bei einigen Bildern Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Objekten auf und verdeutlicht diese. Bei anderen Fotos hingegen werden spanische Künstler gemischter Ausrichtung (u. a. von Schauspielern zu Flamencotänzern oder Autoren) mit ihren spezifischen Merkmalen, sei es körperlicher, psychischer oder beruflicher Natur, dargestellt. Dieses Vorgehen gestattet eine umfangreiche Präsentation diverser zeitgenössischer Kunstschaffender für ein breites deutsches Publikum. Dabei führt die Wahrnehmung der dargestellten Personen und ihrer Attribute bei dem Betrachter zu einer inneren Reflexion auf unsere heutige Realität.

Für die Sächsische Landesbibliothek bedeutet eine Ausstellung mit und über Pablo Blanes neben der Förderung interkultureller Kommunikation und der damit einhergehenden besonderen Beachtung im Ausland, z. B. in Spanien, auch die Unterstützung eines studentischen Projektes an der TU Dresden. Ein weiterer positiver Aspekt für Ihre Einrichtung durch diese gemeinsame Kooperation ist auch die Gewinnung eines breiten Zulaufpublikums, aus dem eventuell neue Bibliotheksnutzer hervorgehen können. Außerdem trägt dieses Vorhaben dazu bei, Ihre Institution zu popularisieren über die wissenschaftliche Nutzung hinaus. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass dieses Projekt die Schließfächer im Empfangsbereich der Bibliothek interessant gestaltet. Auch ist wichtig zu bemerken, dass die inhaltlichen Schwerpunkte und die Darstellungsweise dieser Werke sehr viel mit der Sächsischen Landesbibliothek gemein haben. In diesem Zentrum des wissenschaftlichen Arbeitens finden sich die unterschiedlichsten Themengebiete der Ausstellung wieder: So verfügt die Bibliothek sowohl über ein reiches Repertoire an Bildbänden und wissenschaftlichen Arbeiten über die Fotokunst als auch über Technik im Allgemeinen (Fotografietechnik und Techniken der Darstellungsweise) und über die spanische Kunst im Besonderen (sei es aus der Perspektive der Literatur als auch in Form von spanischen Filmen oder aber im Fundus der spanischen Musik sowie der Betrachtung aller Kunstformen und ihrer Merkmale). Weiterhin verfügt die Bibliothek selbst über einen reichen Schatz an Fotografien. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der normale Bibliotheksnutzer bzw. -besucher mit Hilfe dieser Ausstellung auch einen Einblick in die zahlreichen Medien aus den verschiedenen Themengebieten gewinnt.

Nicht zuletzt ist eine Bibliothek immer ein Hort für die Bewahrung, Erhaltung, Präsentation und Bereitstellung von alten und neuen Schriften, aber ebenfalls von Kunst.

Wie Sie aus der o. g. Argumentation ersehen können, ist die Ausstellung „MetaPhotorsis“ eine Ergänzung für das Wirken und das Renommé Ihrer Einrichtung. Schließlich wird nicht in jeder Bibliothek ein international schaffender Künstler ausgestellt.

Abschließend möchten wir uns ganz besonders bei Ihnen bedanken für die großzügige Bereitstellung Ihres Foyers für unser Projekt.

Mit freundlichem Gruß

Bearbeiterin: Astrid Prescher

i.A. der an diesem Projekt beteiligten Studentinnen der TU Dresden