Das erste Treffen mit Pablo Blanes

Am 16.04. traf sich unsere Gruppe mit Pablo Blanes, um erste Vorüberlegungen zur Ausstellung zu treffen und mehr über Pablos Vorstellungen zu erfahren. Auf Spanisch führten wir ein sehr angenehmes, humorvolles und produktives Gespräch und planten die nächsten Schritte. Am wichtigsten war die Frage: Wo soll die Ausstellung stattfinden?

Unsere Gruppe

© Pablo Blanes

Wann genau die Ausstellung stattfinden soll, steht bisher nicht fest und Pablo ist zeitlich flexibel. Unser Wunschzeitraum wäre der 14.05. – 14.06., was noch innerhalb des Sommersemesters wäre. So könnte sowohl ein studentisches Publikum am besten erreicht als auch gewährleistet werden, dass alle aus der Gruppe in Dresden sind. Letztendlich wird der genaue Termin jedoch vom gewählten Ort abhängen.

Die Wünsche des Künstlers

Wichtigstes Thema beim heutigen Treffen war die Wahl eines geeigneten Ortes. Dazu klärten wir mit Pablo, wie die Grundzüge der Ausstellung aussehen sollten und welche Ansprüche an einen Raum bestehen. Ausgestellt werden sollen Bilder in einer Größe von ca. 160×50 cm im Hoch- oder Querformat, welche auf PVC-Platten aufgezogen werden. Diese Platten können an die Wand geklebt und rückstandslos wieder abgenommen werden. Gedruckt werden sollen die Bilder in Spanien, um dann hier in Dresden auf die Platten aufgezogen zu werden, da sonst die Portokosten zu hoch würden. Laut Pablo würden die Bilder in einem schlichten, modernen Raum am besten zur Geltung kommen und die mattglänzenden Photos sollen keiner direkten Lichteinstrahlung ausgesetzt sein. Jede Ausstellung lebt von ihrem Publikum, und eine wichtige Frage bei der Wahl des Ortes ist natürlich die Erreichbarkeit: der Ausstellungsort sollte möglichst zentral in der Stadt gelegen sein und nach Pablos Wunsch vor allem studentisches Publikum anziehen.

Wo soll die Ausstellung stattfinden?

In einem Brainstorming überlegten wir, welche Orte theoretisch in Frage kämen. Im Vorfeld war der Barkhausen-Bau auf dem Campus der TU Dresden im Gespräch gewesen, doch obwohl das Gebäude uns mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Verfügung stünde, kam es wegen der ungünstigen Beleuchtungslage nun nicht mehr in die nähere Auswahl. Weitere Vorschläge waren das Hörsaalzentrum, die SLUB, der Schumann-Bau oder Gerberbau, das Biologiegebäude auf der Bergstraße, die Mensa sowie außerhalb des Unigeländes das Festspielhaus Hellerau, das Blockhaus am Rande der Neustadt, der Ufa-Kristallpalast, das Programmkino Ost und der Landtag. Wir dachten auch darüber nach, bei Caféterias bekannter Firmen wie VW oder der Chip-Industrie anzufragen, doch Pablo präferierte die Uniumgebung oder alternative Kulturorte.

Hörsaalzentrum oder Unibibliothek

Pablos Favorit war das HSZ mit seinen schlichten grauen Wänden und den vielen Studenten, die den ganzen Tag über hindurchlaufen. Ein Gedanke war, die Bilder in 6er- oder 8er-Gruppen direkt an die Wand geklebt über zwei Wände in zwei Stockwerken zu verteilen. Allerdings besteht wegen der Brandschutzvorschriften und der kurzfristigen Planung nicht viel Hoffnung, dass wir hierfür die Genehmigung erhalten werden. Wir behielten das HSZ als Plan A im Kopf und überlegten uns Plan B: die Unibibliothek. Auch die SLUB bietet schlichte Räume mit angenehmer Beleuchtung und viel studentischem Durchlaufpublikum, die Bilder könnten auf beidseitig gestalteten Stellwänden im Eingangsbereich präsentiert werden.

Die Idee mit den Schließfächern

Nach dem Gespräch besichtigten wir mit Pablo zusammen die SLUB, damit er sich einen Eindruck von den Räumlichkeiten machen konnte. Er war sofort begeistert und zog die SLUB gleich dem HSZ vor. Beim Anblick der Schließfächer bekam er eine spannende Idee: man könnte die Bilder an den Seiten der dunkelgrauen Blöcke anbringen, die symmetrisch angeordnet und im Raum verteilt jeweils mehrere Schließfächer enthalten. Die Größe würde perfekt passen und es wären keine Schaumplatten nötig, da die Bilder einfach mit doppelseitigem Klebeband oder Ähnlichem auf die Schränke geklebt werden könnten. Wir waren sofort begeistert von der Idee, die Ausstellung in diesem Bereich stattfinden zu lassen und die Besucher wie in einem kleinen Irrgarten zwischen den Schränken nach den Bildern “suchen” zu lassen.

 Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

Wie jede von Pablos Ausstellungen soll auch diese ein bestimmtes Thema haben, welches sich aus den Photos ergibt. Mögliche Themen wären Theater und Schauspiel, Tanz, Film und Kino oder Collagen. Je  nach Thema werden wir ein Bild als Motiv für Flyer, Aufsteller, Poster und die Webpräsenz auswählen. Aus Pablos Wunsch, sich für die Öffentlichkeitsarbeit hauptsächlich auf Onlinemedien zu konzentrieren, entstand der Entschluss, diesen Blog zu erstellen. Neben dem Verfassen von Presseberichten werden wir auch soziale Netzwerke nutzen und uns an Unizeitungen wie CAZ und adrem wenden. Wir überlegten, die Sächsische Zeitung zur Vernissage einzuladen und ein Interview mit Pablo vorzubereiten. Er schlug die Zusammenarbeit mit Kunststudenten und spanischen Studierenden vor und es sollen Erasmusstudenten eingeladen werden. Die Besucher sollen nach Möglichkeit in die Ausstellung miteinbezogen werden, beispielsweise durch die Deutung einzelner Bilder.

Die nächsten Schritte

Pablo wird uns per Mail Links zur Ansicht seiner Bilder sowie zu einem das Konzept seiner Kunst vorstellenden Video schicken, so dass wir ein Portfolio zur Verfügung haben, das wir bei möglichen Kontaktpartnern vorlegen können. Unsere nächste Aufgabe ist es, bei den verschiedenen Orten anzufragen und herauszufinden, ob es in nächster Zeit spanische Kulturveranstaltungen oder Kinotage gibt, mit denen sich die Ausstellung verbinden ließe. Wir werden die voraussichtlichen Druckkosten in verschiedenen Druckereien vergleichen und mit den von Pablo genannten Kosten abgleichen sowie die Möglichkeit prüfen, direkt in der SLUB drucken zu lassen. Außerdem soll der Kontakt zum spanischen Konsulat hergestellt werden.